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Spielberichte:
Appeldorn- Kellen 3:2 (2:1)
Tore: Linus 1(1) , Timon 1 (1), Maxi 1(1)

SV Siegfried Materborn vs. JSG Appeldorn-VyMa 2:7 (2:2)

Der erste Durchgang im ersten Auswärtsspiel im Klever Vorort Materborn war nicht das gelbe vom Ei. Auf schwierigem Geläuf mit sehr hohem Gras, das ein flüssiges Kurzpassspiel nahezu unmöglich machte, trafen zwei Teams aufeinander, die beide ihre Auftaktpartien gewonnen hatten.

Obwohl die Gäste eine offensivere Aufstellung wählten als die Gastgeber, waren es diese, die nach einer nervösen Anfangsphase offensiv mehr Akzente setzten und die noch im Tiefschlaf befindliche Appeldorner Hintermannschaft mit Kontern überrumpelten. Schon in der ersten Minute hätte die Führung erzielt werden müssen, doch unser Keeper Nils behielt im 1:1 aus kurzer Distanz die Nerven und vereitelte die Blitz-Führung. Da aber weiter nicht konsequent geklärt wurde, säbelte eine nominelle Defensivkraft nur wenig später mitten im Strafraum über den Ball, so dass sich ein „Gelber“ artig bedankte und aus knapp 6 Metern einnetzte – 1:0 Materborn (5.) .

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Appeldorn zwar eine Vielzahl an Chancen erhielt, die aber meist mehr als fahrlässig vergeben wurden. Mitte des ersten Durchgangs konnte Lukas M. dann aber doch den Ball nach einem Pass von Timon über die Linie drücken.

Wer nun dachte, dass Appeldorn endgültig den Hebel umlegen würde, sah sich bitter getäuscht. Durch ein sträflich passives Mittelfeld hindurch spazierten drei Materborner Kicker, hebelten mit einem Doppelpass die gesamte Defensive aus und schlossen mit einem satten Schuss unter die Latte zur postwendenden erneuten Führung für Materborn ab- 2:1 (14.). Am Appeldorner Spiel änderte sich wenig- bis vor den gegnerischen 16er kam man oft gut durch, dann aber war „Ende im Gelände“, weil man sich entweder nicht durch die Materborner Defensive spielen wollte, oder aber in sinnlosen Zweikämpfen festrannte. Mehr als zahlreiche Distanzschüsse sprangen kaum heraus, wobei der gefährlichste davon wenigstens am Pfosten landete. Erst in den letzten 5 Minuten schalteten sich wieder mehr Appeldorner aktiv ins Spiel ein, anstatt nur dem Ballführenden zuzusehen und schon wurde es gefährlicher. Das, was man im Ansatz eine erste Kombination nennen durfte, schloss Tim zum verdienten 2:2 ab (30.). Materborn hatte kurz vorm Pausenpfiff noch die Riesenchance, auf 3:2 zu erhöhen, doch der gut ausgeführte Konter von links wurde aus kurzer Distanz schlecht abgeschlossen, so dass der Schuss rechts am Tor vorbeistrich.

Mit organisiertem Fußball hatte Halbzeit 1 auf Appeldornern Seite jedoch wenig zu tun. Das Schussverhältnis lag zwar bei 15:4, aber letztlich schienen die Materborner Angriffe sogar gefährlicher.

Das änderte sich nach einer „Kabinenpredigt“ im 2. Durchgang aber glücklicherweise. Mit mehr Laufbereitschaft und besseren Pässen wurde Materborn jetzt in die eigene Hälfte gedrängt und fand kaum noch Luft zum Kontern. Dennoch dauerte es bis zur 50. Minute, bis die Grün-Weißen den Druck in Tore ummünzen konnte. Nach einer Ecke köpfte Felix das Spielgerät sehenswert genau in den Knick -2:3 (Felix, 50.).

In den letzten 20 Minuten drehten die Gäste dann auf, vielleicht ging den jungen Materbornern auch ein wenig die Puste aus, denn nun fielen die Tore wie reife Früchte. Fritz sorgte in der 55. Minute nach Pass von Lukas M. für die Vorentscheidung, bevor Lukas M. selbst, diesmal nach Pass von Tim, den Deckel druafsetzte und zum 5:2 erhöhte (60.). In der Schlussphase ließ Appeldorn nicht locker und entschädigte etwas für den lust- und kopflosen Auftritt der ersten 45 Minuten. Fritz erhöhte in der 62. Minute mit einem satten Schuss ins linke Eck auf 6:2, bevor Tim in der letzten Spielminute mit dem 7:2 den Schlusspunkt setzte.

Auch Materborn kam noch zu einer riesigen Chance, als einer der seltenen Konter in einer 1:1-Situation zwischen Angreifer und Torwart mündete, die Nils zunächst parieren konnte. Dass der aufgenommene Abpraller dann vor ganz leerem Kasten nur an die Unterkante der Latte gesetzt wurde, bevor unser Keeper den Ball sichern konnte, war wohl wirklich etwas glücklich.

Fazit: Nur in den letzten 20 Minuten überzeugend, zuvor mit viel Überheblichkeit, wenig Zusammenspiel , kuriosen Abschlussversuchen und eher durchwachsen.

Torschützen: Tim 2 (2), Lukas M. 2 (2) , Fritz 2 (2), Felix 1 (1)

 

 

 

 

 

JSG Appeldorn-Vyma – SG Bedburg-Hau III 4:1 (2:1) – Appeldorn agiert ansprechend auf Asche

Auf ungeliebter Asche trafen sich in der „Englischen Woche“ die Teams aus Appeldorn und Hau 3. Die Vorzeichen waren ähnlich wie vor dem letzten Spiel- auch diesmal maßen sich zwei Mannschaften, die jeweils beide Auftaktspiele gewonnen hatten. Man mag zwar noch nicht von einem Spitzenspiel sprechen, aber dennoch war klar, dass nur ein Sieg den Anschluss an die Spitze bedeuten würde. Beim dünn besetzten Kader der Grün-Weißen kam erschwerend hinzu, dass unsere „Abwehr-Säule“ Felix verletzungsbedingt ausfiel, so dass umgebaut werden und Fritz, der in Materborn noch Doppeltorschütze war, in die Kette rücken musste.

Es entwickelte sich ein recht ansprechendes Spiel, das zunächst von energischem Einsatz der Gästespieler geprägt war, die sich mit Händen und Füßen dem Appeldorner Anfangsdruck entgegen stemmten.

Mussten sich beide Teams zwar zunächst etwas an die recht holprige Asche gewöhnen, kam der Gastgeber doch etwas besser ins Spiel. Schon früh erzielte der Mannschaftskapitän Timon, der heute im Gegensatz zum Materborn-Spiel sehr mannschaftsdienlich spielte und eine bis zur letzten Sekunde tadellose Leistung absolvierte, die frühe Führung mit einem Distanzschuss, der -technisch fein angesetzt- unhaltbar genau in den rechten oberen Knick einschlug- 1:0 (8.).

Hau zeigte sich aber unbeeindruckt und setzte in der Folge einige Offensivakzente. Schon kurz nach der Führung hätte gleich der Ausgleich fallen können, doch unser Keeper Nils holte mit einer sehenswerten Flugeinlage einen halbhohen Freistoß mit den Fingerspitzen aus der Luft, den viele Außenstehende schon im Tor vermutet hatten.

Danach verflachte die Partie etwas, wurde aber nicht langweilig. Wie aus dem Nichts folgte in dieser Phase der Beruhigung der Ausgleich, als sich gleich zwei Hauer -aus abseitsverdächtiger Position- in einem blitzartigen Konter vor das Heimtor lavierten und dort unhaltbar zum 1:1 einnetzen (15.). In der Folge erspielten sich die Gastgeber einige gute Ausgangspositionen, bei denen der letzte Pass aber nicht saß, beziehungsweise hart getretene Flanken nur knapp verpasst wurden. Besser machte es Lale, als sie in der 29. Minute einen Konter über die rechte Seite mit einem überlegen Schuss über den Hauer Keeper hinweg zur erneuten Führung abschloss- 2:1 (29.) und damit ihren ersten Saisontreffer erzielte. Für noch klarere Verhältnisse hätte kurz danach der „Kugelblitz“ Marvin sorgen können, doch sein feiner Alleingang von der linken Torauslinie endete leider nur mit einem scheppernden Pfostentreffer.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein ansehnliches Spiel von beiden Seiten, in dem es zwar keine Chancen im Minutentakt gab, aber wohl einige feine Spielzüge und „Aufreger“. Da die Gastgeber sich nun der teilweise recht ruppigen Gangart der Gäste anpassten, drohte das Spiel sogar teilweise zu entgleisen, wozu einige recht strittige Entscheidungen sicher einen Teil beitrugen. Der eine oder andere nickelige bis unfaire Zweikampf, der aber nun aber nicht mehr ohne „freundliche Erwiderung“ hingenommen wurde, führte dann sogar zu einer Unterbrechung der Partie, in der alle Protagonisten aufgefordert wurden, etwas herunterzukühlen. Das gelang den Gastgebern offensichtlich etwas besser, denn mit „kühlem Kopf“ nach intelligentem Passspiel erzielte Lale in der 52. Minute mit einer Kopie ihres ersten Saisontreffers das beruhigende 3:1. Hau löste nun seine Ordnung auf und versuchte verzweifelt, aber unorganisiert, wenigstens den Anschluss zu erzielen, was aber von der konzentrierten Hintermannschaft von Appeldorn verhindert werden konnte. Auch das lautstark geforderte Einschalten des Flutlichts sorgte dabei scheinbar nicht zu einer großen Erleuchtung, denn mit dem 4:1 durch unseren Kapitän Timon, der einen Abstauber nach einer Ecke ins Netz dreschen konnte, war „der Deckel dann drauf“.

Die drei Punkte blieben im Rübendorf, das damit den Anschluss an die Spitzengruppe halten kann und einen Auftakt nach Maß hingelegt hat- trotz des doch arg kleinen Kaders.

Es scheint zu stimmen in Appeldorn, was man vielleicht auch daran messen kann, dass die bisherigen 14 Saisontreffer von 7 unterschiedlichen Spielern erzielt wurden- einfach auszurechnen sind wir auf jeden Fall nicht. So oder so.Jetzt gilt es, in Donsbrüggen keine Schwäche zu zeigen, bevor mit Kellen der nächste „dicke Brocken“ vor der Brust ist.

PS: Vielleicht sollte ich öfter mal vor dem Spiel Einzelgespräche führen- die beiden Angesprochenen wissen, wer gemeint ist. Wenn DAS das Resultat ist, führe ich gerne 12 Einzelgespräche vor jedem Spiel.

Tore: Lale 2 (2), Timon 2 (3)

 

 

 

 

 

 

 

JSG Rindern/Donsbrüggen vs. JSG Appeldorn-VyMa 0:12 (0:7) – Einbahnstraßenfußball

In einer sehr einseitigen Partie zeigten die Spieler/*Innen der Grün-Weißen einen über weite Strecken guten Auftritt, bei dem man mit dem Notieren der erarbeiteten Chancen kaum nachkommen konnte. Wurde anfangs noch etwas zu oft das Mittel des Fernschusses gewählt, wurde in der zweiten Halbzeit teilweise beeindruckend kombiniert und gut zusammengespielt. Etwas schade war es, dass die wackere Gegenwehr der Gastgeber mit Erreichen eines immer deutlicheren Zwischenstandes nahezu zum Erliegen kam. Hatte Rindern/Donsbrüggen im ersten Durchgang immerhin noch 3-4 Gegenstöße gesetzt, die durchaus zu einem Treffer hätten führen können, kam unser Rückhalt Nils in den zweiten 35-Minuten nicht einmal in den Genuss eines Ballkontaktes, womit die Einseitigkeit wohl deutlich genug beschrieben ist. Trotz des Kantersieges bleibt die Chancenverwertung verbesserungswürdig, denn es hätten wesentlich mehr Abschlüsse besser gemacht werden können.

Positiv war aber, dass die Ansagen der Halbzeit konsequent und gut umgesetzt wurden und bis auf einen (verständlichen) Hänger etwa nach dem 10:0 ,als die Motivation doch spürbar nachließ, insgesamt eine hohe Einsatzbereitschaft zu beobachten war.

Tore:

1:0 Linus (5.) (ohne Vorarbeit, Alleingang über rechts)

2:0 Marvin (11.) (Rechtsschuss ins linke Eck)

3:0 Maxi (13.) (Rechtsschuss nach Pass Janis)

4:0 Timon (14.) (Freistoß aus ca. 24 Metern halblinker Position)

5:0 Linus (17.) (Fernschuss mit rechtem Fuß aus ca. 20 Metern)

6:0 Lale (32.) (Rechtsschuss nach Zuspiel von Marvin Sp.)

7:0 Marvin (34.) (Spannstoß nach Zuspiel von Timon)

8:0 Timon (39.) (Schuss aus 16 Metern, nach Doppelpass mit Tim)

9:0 Linus (44.) (Kopfball nach Ecke von Tim)

10:0 Tim (50.) (Schuss von innerhalb des Strafraums unter die Latte)

11:0 Maxi (54.) (irgendwie war er dann doch irgendwann drin)

12:0 Timon (63.) (nach Zuspiel von Maxi)

Tore: Linus 3 (4);  Marvin 2 (2), Maxi 2 (3) , Timon 3 (6), Lale 1 (3), Marvin 2 (2), Tim 1 (3), Maxi 2 ( 3)

 

 

 

 

BV Kellen/Rhenania Kleve- JSG Appeldorn-Vyma 5:3 (1:2)- Verdiente Quittung

Viel möchte man zu diesem Spiel eigentlich nicht schreiben, denn wenn man „richtig“ anfangen würde, würde man vielleicht – oder eher sicher – zu viel schreiben. Daher die moderate Kurzform: Abgesehen von der Anfangsphase, in der Kellen scheinbar von der physischen und spielerischen Präsenz der Grün-Weißen überrascht schien, machte weitgehend Kellen das Spiel, scheiterte aber zu oft am Abschluss. Appeldorn hielt wacker dagegen, zeigte aber oftmals individuelle Schwächen. Die Kellener Führung war daher nicht unverdient. Appeldorn wachte erst auf, als ein Verzweifelungsschuss von Linus dem Kellener Schlussmann durch die Hosenträger rutschte und am Pfosten landete. Glück im Unglück für Kellen.

Gegen Ende des ersten Durchgangs entwickelte sich dann eine recht offene Partie. Wurde zunächst noch der Ausgleich fahrlässig vergeben, weil die „Kunst“ höher bewertet wurde als das Ergebnis, erzielte Linus mit einem abgefälschten Distanzschuss dann doch das 1:1. Kurz vor der Halbzeit setzte sich Marvin dann gegen einen Mitspieler durch und erzielte aus kurzer Distanz die Halbzeit-Gästeführung- allerdings aus abseitsverdächtiger Position und in einem Zweikampf, den man unterschiedlich bewerten mag.

Trotz Pausenführung war das Trainerteam mit dem Auftritt nicht wirklich einverstanden und gab klare Anweisungen.

Diese wurden im zweiten Durchgang auch zunächst (!) umgesetzt. Die – erwartete – Kellener Druckperiode wurde abgewiesen und eigene Konter gesetzt. Das Konzept schien voll aufzugehen, denn Maxi konnte nach Zuspiel von Tim einen Abwehrfehler der Kellener Hintermannschaft abgezockt nutzen und auf 3:1 für die Gäste erhöhen (39.).

Die Vorentscheidung? Pustekuchen!

Denn nun agierte Appeldorn kopflos. Anstatt die taktischen Vorgaben auch nur annähernd zu erfüllen, rannte man blind und oft vollkommen egoistisch gegen einen immer noch spielstärkeren Gegner an.Einfacher konnte man es dem Gegner nicht machen, Man kann es der Appeldorner Mannschaft zwar positiv anrechnen, dass sie „plumpes und einfaches“ Spiel scheinbar ablehnte- taktisch und spielerisch waren die letzten 20 Minuten des Spiels von Seiten der Gäste aber einfach schlecht.

Nach dem unnötigsten Ballverlust der bisherigen Saison konnte Kellen einen feinen Konter setzen und von der linken Seite her kommend auf 2:3 verkürzen. Dieser Anschluss fiel zwar aus abseitsverdächtiger Position, war aber auch nicht strittiger als der vorangegangene Treffer. In der Summe also hier ausgleichende Ungerechtigkeit.

Kellen leckte Blut und setzte- man kann es nicht anders sagen- zu einer furiosen Schlussphase an, in der den Gästen ihre Grenzen aufgezeigt wurden. Wie aus dem Lehrbuch setzte Kellen Punkt um Punkt und – man kann es nicht anders ausdrücken- fertigte die Gäste regelrecht ab. Das 3:3 , 4:3 und abschließende 5:3 waren fein herausgespielt und absolut verdient, da Kellen als Team operierte. Man mag zwar anführen, dass Appeldorn auch konditionell einbrach und Kellen einen Vorteil hatte, dass es munter frische Kräfte einwechseln konnte, aber das wäre zu einfach.

Damit ist vieles, was für die Saison vorgenommen wurde, schon früh in Frage gestellt. Nüchtern betrachtet muss man feststellen, dass das Team am ersten richtigen Prüfstein der Saison krachend gescheitert ist- und dabei vor allem aber an sich selbst.

Der Spielplan will es so, dass das Team nun eine direkte Chance zu einer Reaktion hat, reist man doch am Montag schon zum Spitzenreiter.

„Sonderlorbeeren“ gibt es dennoch an diesem schwarzen Tag- für Indy, die als einzige (!) an ihr persönliches Limit gegangen ist

Glückwunsch an Kellen, das mit einer disziplinierten Team-Leistung absolut verdient gewonnen hat.

 

Tore: Linus 1 (5) , Marvin 1 (3), Maxi 1 (4)

 

JSG Keeken/Schanz- JSG Appeldorn-VyMa 5: 3 (3:3) Guter Auftritt wird letztlich nicht belohnt

 

In einem vorgezogenen Spiel gastierte die Zweitvertretung aus Appeldorn heute beim unangefochtenen Spitzenreiter aus Keeken, der mit der beeindruckenden Bilanz von 12 Punkten und 68:0 (!) Toren in die Saison gestartet war. Da die JSG aus der jüngsten Niederlage in Kellen noch etwas gutzumachen hatte, wollte man den Favoriten zumindest ärgern, was insgesamt gut umgesetzt wurde.

Der Auftakt verhieß nichts Gutes, denn mit zwei schnellen Angriffen schien das Spiel in der 3. Minute (!) bereits gelaufen zu sein. Zunächst verschlief die JSG Defensive scheinbar den Anpfiff, ließ sich einfach überlaufen und kassierte umgehend das 0:1, zwei Minuten später lud ein kapitales Luftloch, in das eine schlafmützige Defensivkraft trat, die Gastgeber freundlichst zum frühen 2:0 ein.

Erst danach erkannte Appeldorn, dass der Gegner vielleicht über  indiviuell starke Spieler verfügte, die aber auch nur mit Wasser kochten und sonst keinesfalls fehlerlos agierte. In der Folge gewann Appeldorn mehr und mehr an Selbstvertrauen, als erste zarte Angriffsversuche nicht im Keim erstickten, sondern zeigten, dass doch etwas geht. Eine erste Chance vergab Maxi durch einen schwer zu nehmenden Kopfball, den der Keekener Keeper noch aus der Luft pflücken konnte. Wenig später verhinderte dann schon nur noch die Latte den Anschlusstreffer, als sich Marvin gut gegen die halbe Keekener Hintermannschaft durchsetzte und einfach mal draufhielt. Keeken schien verwirrt und verlagerte sich auf Defensivspiel, was aber scheinbar bisher noch nicht so sehr gefordert war, denn es taten sich durchaus Lücken auf. Eine davon nutzte Maxi in der 15. Minute aus, als er einen überlegten Schuss ins rechte obere Eck setzte und auf 1:2 verkürzte. Die neue Erfahrung schien Keeken nicht zu schmecken, denn von strukturiertem Spiel war nun zunächst nicht mehr viel zu sehen. Der Gastgeber setzte nun eher auf Konter. Einer davon brachte in der 24. Minute dann das 3:1 für die Gastgeber, wurde aber eher aus Abseitsposition erzielt. Diese – ärgerliche- Entscheidung zeigte Wirkung, denn Appeldorn resignierte für 5 Minuten, in denen Keeken, nun plötzlich wieder selbstbewusst- fein kombinierte, vor dem Tor aber durch drei vergebene Abschlüsse versäumte, frühzeitig den Deckel auf die Partie zu setzen.

Die letzten 5 Minuten des ersten Durchgangs gingen dann wieder klar an Appeldorn, als sich die Gäste wieder darauf besannen, dass der Keekener Offensivpower nur mit eigenen Aktionen beizukommen war- und wie! Nachdem ein Freistoß noch gerade so zur Ecke gelenkt werden konnte, war es in der 31. Minute abermals der wie aufgedreht spielende Maxi, der mit einem wahren Sonntagsschuss genau in den Knick aus gut und gerne 22 Metern auf 2:3 verkürzte. Plötzlich schwamm Keeken und sah sich neuen Appeldorner Angriffen ausgesetzt. Strich einer davon noch knapp rechts am Tor vorbei, machte es Marvin quasi mit dem Pausenpfiff besser, indem er sich nach feinem Anspiel einfach mal durchtankte und die Pille beherzt zum nicht unverdienten Ausgleich ins Netz drosch – 3:3 (34.). Zwar hatte Keeken die etwas bessere Spielanlage, aber vom reinen Chancenverhältnis betrachtet, ging dieser Pausenstand in Ordnung.

Der zweite Durchgang brachte dann nicht mehr ganz so viel Spielspaß. Keeken schien sich der eigenen neuentdeckten Verwundbarkeit bewusst zu sein und Appeldorn spielte mit dem zufriedenstellenden Zwischenergebnis auch nicht mehr so risikoreich wie nach dem 1:3 als man „auf Teufel komm´raus“  kommen musste. Die Partie verflachte spielerisch zusehends und wurde mehr und mehr von intensiven Zweikämpfen geprägt, die – auf beiden Seiten^^- oft am Rande der Legalität verliefen.. Hier hätte die eine oder andere gelbe Karte- oder auch Zeitstrafe, wohlgemerkt aber auf beiden Seiten- dem eigentlichen Spiel vielleicht gut getan.

Appeldorn kam zumindest mit dieser von vielen Unterbrechungen geprägten MItte des zweiten Durchgangs  besser klar und hätte in drei gefährlichen Angriffen eigentlich die Gäste-Führung erzielen müssen. Strich zunächst noch ein gefährlicher Fernschuss knapp am Gäste-Gehäuse vorbei, konnte in der Folge nur eine Glanztat des Keekener Keepers ein weiteres Tor verhindern, der einen „fies“ abgefälschten Schuss gerade noch eben so von der Linie kratzte und zur Ecke abwehrte. Wenige Minuten später landete das Spielgerät dann am Keekener Lattenkreuz, als Marvin einen technisch schweren Ball aus fast „unmöglichem“ Winkel ans Aluminium setzte. Kaum auszumalen, wie die Partie verlaufen wäre, wenn das Leder hier den Weg hinter die Linie gefunden hätte. Leider aber besann sich Keeken nun schließlich doch noch auf die eigenen Stärken und versuchte nicht weiter nur zu verteidigen, sondern wieder selbst offensiv zu agieren.Die Gäste schienen ihr Pulver verschossen zu haben und den Punkt verteidigen zu wollen, wodurch sich die Partie abermals wandelte. Ab der 50. Minute drückte der Gastgeber nun wieder stärker und erarbeitete sich Chance um Chance. Hielt zunächst noch Nils die Grün-Weißen mit drei sehenswerten Paraden im Spiel, war es in der 60. Minute dann doch geschehen, als der wohl schönste Spielzug der ganzen Partie nur noch dadurch nicht von einem Tor gekrönt wurde, weil ein Handspiel das Gerät von der Linie beförderte, für das man nun wirklich keinen Videobeweis benötigte.

Der fällige und selbstverständlich auch gegebene Elfer fand dann – etwas glücklich- den Weg von der Unterlatte der Latte hinter die Linie, so dass der haushohe Favorit 10 Zeigerumdrehungen vor dem Schlusspfiff doch wieder in Führung gehen konnte. In der anschließenden, recht chaotischen, Schlussphase versuchten die Gäste nun alles, „machten hinten auf“ und kamen auch noch zu mehreren Halbchancen, die aber nicht mehr zum abermaligen Ausgleich führten. Mit dem Schlusspfiff machte Keeken dann den Sack zu und konterte zum finalen 5:3- so ist Fußball nun einmal.

Fazit: Technisch überlegene Keekener hatten Schwierigkeiten mit physischen Appeldornern und offenbarten durchaus Schwächen in Mittelfeld und Defensive. Die drei überragenden Offensivakteure der Keekener aber konnten (auch) diesem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Mit Glück hätte Appeldorn heute mindestens einen Punkt mitnehmen können, mit Pech aber eben auch eine Packung bekommen können. In der Summe geht der Sieg der Hausherren in Ordnung, fiel aber aufgrund der „Dramaturgie“ doch wohl einen Treffer zu hoch aus. Toller Kampf und gute Moral von Appeldorn- mit so einem Auftritt darf man ruhig mal verlieren.

 

 

Tore: Maxi 2 (6), Marvin (4)

JSG Appeldorn-Vyma – Erfgen-Warbeyen 2:3 (0:2) – Ernüchterung in Appeldorn

In einer recht zerfahrenen Partie konnte Erfgen, das sehr kämpferisch auftrat, die erste Halbzeit klar für sich entscheiden und führte sogar noch schmeichelhaft für die Grün-Weißen „nur“ 2:0 zur Halbzeit, woran letztlich nur die fahrlässige Chancenverwertung verantwortlich war. Erst in der zweiten Halbzeit nahm Appeldorn den Kampf an und wurde dafür fast noch belohnt. Für den – aufgrund der klaren Leistungssteigerung- verdienten Anschlusstreffer sorgte der heute überragende Tim in der 45. Spielminute. Ab da spielte fast nur noch der Hausherr und vergab fast im Minutentakt klare Chancen. Zudem sorgten einige- sagen wir mal umstrittene- Entscheidungen des Spielleiters für noch mehr Feuer, so dass die Partie fast zu entgleisen drohte. Der längst fällige Strafstoß für die Hausherren in der 50. Minute brachte dann den inzwischen mehr als verdienten Ausgleich- Timon setzte ihn unhaltbar vom Innenpfosten ins Netz.  Leider herrschte von da an mehr Konfusion als Fußball auf dem Platz. Unnötige Scharmützel und noch unnötigere , nun plötzlich sehr kleinliche, Pfiffe, wo im ersten Durchgang doch vieles laufen gelassen wurde, unterbrachen immer wieder den Spielfluss, ohne dass man behaupten könnte oder wollte, dass einseitig entschieden worden wäre . Mitten in die Appeldorner Drangperiode setzte der aufopferungsvoll kämpfende Gast dann den „tödlichen Konter“, der aus sehr spitzem Winkel irgendwie den Weg ins Netz fand.

Eine Punkteteilung wäre verdient und gerechter gewesen, auch wenn der „3er“ für Erfgen auf Grund der starken ersten Halbzeit letztlich in Ordnung ging. Über das „Wie“ des zweiten Durchgangs könnte man nun ganze Romane schreiben- erster Durchgang klar an Erfgen, zweiter Durchgang – allerdings nicht ganz so eindeutig- an Appeldorn- 2:3 am Ende- das KANN so passieren, muss aber nicht.

Schade, dass damit unsere Ambitionen einen herben Dämpfer erhalten haben, das Spiel wurde aber nicht durch irgendwelche Pfiffe entschieden, sondern durch die Leistung im ersten Durchgang- und der war kämpferisch und solide auf Seiten der Gäste und überheblich und arrogant auf Seiten der Gastgeber- so einfach ist Fußball manchmal.

 

Tore: Tim 1 (4), Timon 1 (7)

 

 

 

Wyler-Zyfflich vs. Appeldorn 8:3 (5:2)- Appeldorn  am Boden

Beim Duell mit dem (rechnerischen) Tabellennachbarn zu ungewohnter Anstoßzeit (Mo., 18.30h) musste Appeldorn eine herbe und krachende Niederlage hinnehmen. Die taktischen Vorgaben wurden klar verfehlt, wollte man doch dem Gegner, der in der Abwehr durchaus Schwächen aufzuweisen schien, das eigene Spiel aufzwängen und erstmals mit einer deutlich offensiven Ausrichtung punkten, was gründlich in die Hose ging. Die viel zu weit aufgerückte 4er-Kette der Gäste war eine Einladung zu einem einfachen, aber sehr effektiven Konterspiel der Gastgeber, das dieser fast mustergültig praktizierte. Ohne auch nur einen einzigen Torschuss abgegeben zu haben, rannte Appeldorn immer und immer wieder in blitzartige Konter des Gastgebers, ohne zu erkennen, dass ein viel zu dicht gestaffeltes Mittelfeld und eine viel zu hoch stehende Innenverteidigung dieses Konterspiel erst ermöglichten. Wyler nutzte dies sehr effektiv und erhöhte bis zur 27. Minute auf sagenhafte 4:0 Treffer. Ohne Keeper Nils, der einen absoluten Sahnetag erwischt hatte, hätte es auch gut und gerne 6 oder 7 zu 0 stehen können. Erst nachdem die Appeldorner Kette endlich die Hinweise umsetzte und sich tiefer staffelte, kam plötzlich das Appeldorner Spiel ins Rollen. Das 1:4 durch Marvin und das 2:4 durch Maxi zeugten davon. Leider konnte Wyler dann einen erneut sehr fein herausgespielten Konter in der späten Nachspielzeit ^^ des ersten Durchgangs zum fast vorentscheidenden 2:5 nutzen.

Mit viel Frust ging es in die Halbzeitpause, in der viele Lippenbekenntnisse gemacht wurden. Das Spiel war keineswegs entschieden, auch wenn das Ergebnis eine ander Sprache zu sprechen schien.

Der zweite Durchgang war dann von Appeldorner Seite etwas besser, wobei man es den Gastgebern durch oft blindes und – sorry- dummes Anrennen doch sehr einfach machte. Leider kam nun auch wieder die alte Appeldorner Schwäche zum Tragen- der Abschluss. Auch beste Chancen  die leider aber fast nur durch Einzelaktionen entstanden, konnten vom gut aufgelegten Torwart der Gastgeber entschärft werden, oder wurden blind auf den Kasten gepöhlt, zudem konnte man wieder den Versuch spüren, den Ball ins Tor tragen zu wollen. Bitter war, dass Wyler in dieser Appeldorner Druckperiode, weiter einfach gute Konter setzte und die Chancen- im Gegensatz zu den Gästen- auch oft verwandelte. Das 2:6 und sogar das 2:7 stellten die Appeldorner Leistungssteigerung auf den Kopf. Das 3:7 durch -abermals- Timon kam nun wirklich zu spät. Wäre es kurz nach der Pause gefallen, wer weiß, wie die Partie geendet hätte. So blieb nur noch das 3:8 zu notieren, das den Schlusspunkt setzte.

Was für ein Fazit soll man nach so einem Auftritt ziehen? Der Sieg von Wyler war mehr als verdient und nur Nils ist es zu verdanken, dass das Ergebnis nicht zweistellig ausgefallen ist. Von den – vermeintlichen- Führungsspielern war nichts zu sehen und mit Fußball hatte das auf Seiten der Appeldorner auch viel zu selten etwas zu tun. Der Versuch, Fifa 18 in die Realität zu übertragen, ist krachend gescheitert und alle Beteiligten sollten sich mal an die Nase fassen . Selten war ein Sieg so verdient, wie der der Wyler, selten ist „Vymadorn“ so schwach und egoistisch aufgetreten, auch wenn einige sehr merkwürdige Pfiffe in der entscheidenden Phase des Spieles – wieder einmal- ihr Übriges beigetragen haben- aber das kann und darf einfach keine Entschuldigung sein. Wyler reichte eine solide Definsivleistung und ein gutes Konterspiel, um „Vymadorn“ regelrecht in Einzelteile zu zerlegen.

Nun steht das „Derby“ gegen „HöNie“ an, in dem die Truppe aus dem Rübendorf eine deutliche Reaktion zeigen muss, sonst kann man die Saison frühzeitig vollkommen abhaken, denn das war weniger als nichts.

 

Tore: Marvin 1 (5), Maxi 1(7), Timon 1 (8)

 

JSG Appeldorn-Vyma vs. SV Hönnepel-Niedermörmter 3:1 (3:0) – holpriger Derby-Sieg.

In einem insgesamt eher niveauarmen Kick setzte sich heute bei unangenehmen nasskalten Witterungsbedingungen der Hausherr „auf ehrlicher Asche“ klar durch, blieb aber- vor allem in der zweiten Halbzeit – vieles schuldig.

Der erste Durchgang war noch passabel, erwischte Vymadorn doch den klar besseren Start und ließ vor allem in der Defensive so gut wie gar nichts zu. Offensiv lief allerdings, trotz der Tatsache, dass erstmals zugunsten eines zweiten Stürmers auf eine 4er-Kette verzichtet wurde-  nicht viel zusammen, denn bis auf Ansätze, bei denen zu zögerlich die nächste Anspielstation gesucht wurde, anstatt aus Halbdistanz mal abzuziehen, passierte nicht viel in Richtung des Hönie-Gehäuses. Es musste schon eine Ecke her, die als Abpraller irgendwie den Weg zum aufgerückten Abwehrchef Linus fand, um den ersten wirklichen Torschuss zu bringen, der auch gleich die Gäste-Führung bedeutete, da Linus die Kugel im Fallen aus etwa 8 Metern in die Maschen hebelte – 1:0 (8.).  Die Gästeführung weckte dann doch etwas das Spiel, in das Vymadorn nun zunehmend besser fand. Durch energisches Gegenpressen wurden viele Bälle im Mittelfeld gewonnen und in die Spitzen gespielt, die aber zunächst von der Hönie-Verteidigung noch ganz gut abgedeckt wurden. So griffen die erstmals in Grau auflaufenden Gastgeber zum Mittel der Fernschüsse, von denen Timon einen knapp neben den linken Pfosten setzte, während ein weiterer Versuch von Tim vom Gäste-Keeper entschärft wurde. Ein einziges Mal wurde jedoch auch schön kombiniert- und zwar in der 20. Minute. Ein steiler Pass „die Linie entlang“ wurde von Lale auf rechts erlaufen, die auf den nachgerückten Tim zurücklegte, welcher wiederum fein auf Marvin Spielmann durchsteckte, der dann trocken zum 2: 0 einnetzte (20.). Da fragt man sich doch, warum so etwas nicht viel öfter probiert wird! Mit dieser sicheren Führung im Rücken spielte Vymadorn nun zwar gefällig, aber meist langsam und behäbig. Verpasste Marvin noch den Doppelpack, als er einen Tempogegenstoß durch die Mitte im 1 gegen 1 gegen den Gästekeeper nur direkt auf dessen Körper setzte, war es in der 25. Minute der heute deutlich besser auftretende Fritz, der einen Abstauber aus kurzer Distanz über die Linie drücken konnte und somit auf ein beruhigendes 3:0 erhöhte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhielt Hönie in der Folge des ersten Gegenstoßes, der überhaupt in den Strafraum gelangte, einen ebenso berechtigten wie unnötigen Foulelfmeter zugesprochen. Zum Glück prallte der fällige Elfmeter von der Latte vor die Linie und von da ins Feld zurück, so dass es beim 3:0-Halbzeitstand blieb.

Für die zweite Halbzeit hatte sich Vymadorn also eine beruhigende Führung erarbeitet- dass diese aber offensichtlich so beruhigend war, dass der eine oder andere Akteur der Gastgeber mitten auf dem Platz zu schlafen schien, war so nicht geplant. Der zweite Durchgang offenbarte nämlich leider wieder viele Schwächen von Vymadorn, die sich in den letzten Wochen herauskristallisiert hatten. Planlose Alleingänge blieben auch gegen diesen Gegner spätstens an der 3. oder 4. „Station“ hängen, das Laufspiel ohne Ball wurde weitgehend eingestellt, man sah den Bemühungen der eigenen Mitspieler anerkennend zu, ohne sich selbst aktiv ins Spielgeschehen einzubringen und in den nur noch seltenen Einschusschancen paarte sich Unvermögen mit Überheblichkeit. Einzig in den Zweikämpfen wurde noch einigermaßen gegengehalten, ohne aber – bei allem Respekt- wirklich dauerhaft gefordert zu werden. Trauriger Höhepunkt des Vymadorner „Offensivspiels“ im zweiten Durchgang war dann ein „Spielzug“, der „irgendwie“ zum Abschluss aus 5 Metern (!) auf das eigentlich leere Gästetor führte, wo aber ein eigener Mitspieler auf der Linie  (!) angeschossen wurde und so das Tor verhinderte. Auch wenige Minuten später landete ein überhasteter Nachschuss auf das gähnend leere Tor nicht in demselben, sondern mehr als eine Kleinigkeit daneben. Wer so schwach spielt, macht jeden Gegner stark und so überraschte es letztlich wenig, dass Hönie sogar noch zum Anschluss kam, durch einen Konter durch die Mitte (Wie auch sonst?), der nur dadurch möglich wurde, dass mal wieder die Positionen nicht klar gehalten wurden. Der Abschluss durch einen Lupfer über den alleingelassenen Keeper war, so muss man anerkennen, das schönste Tor des Spiels. Weil Hönie aber nach wie vor eher auf die Defensive bedacht war und Vymadorn in den letzten 12 Minuten auch nicht mehr den Anschein erweckte, ein Tor schießen zu wollen oder zu können, plätscherte die Partie nun nur noch so dahin, bis endlich der erlösende Schlusspfiff ertönte.

Derbysieg, schön und gut, endlich mal wieder 3 Punkte eingetütet- auch fein, aber der zweite Durchgang war eine herbe Enttäuschung- von „Wiedergutmachung“ oder gar „Derbystimmung“ war recht wenig zu spüren. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere „Zaungast“ wenigstens überzeugt werden konnte, dass er zur Mannschaft hinzustößt- sich in die „Stammelf“ zu spielen, scheint aktuell nun wirklich kein Ding der Unmöglichkeit zu sein- vornehm ausgedrückt.

Fazit: Absolut verdienter Sieg, den man aber irgendwie nicht ausgiebig genießen kann- dazu blieben zu viele Fragezeichen.

Tore: Linus 1 (6), Marvin 1 (6) , Fritz 1 (3)

 

 JSG Appeldorn-VyMa vs. JSG HoHa-Kessel 9:0 (4:0) – Kantersieg im Kühlschrank

Die äußeren Bedingungen der heutigen Partie waren sicherlich für alle Beteiligten nicht ideal, mussten die Gastgeber doch mit einem extrem ausgedünnten Kader antreten, während die Gäste, die gleich in doppelter Mannschaftsstärke angereist waren, mit der ungewohnten Situation eines Spiels mit verringerter Spielerzahl auseinandersetzen mussten. Gleichsam unangenehm war zudem, dass bei feucht-nebligen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt  (-2 Grad) gespielt wurde- und zwar auf ungeliebter Asche, die sich aber noch in halbwegs annehmbarem Zustand befand.

Wegen der personellen Schwierigkeiten musste Vymadorn heute die Mannschaft auf zahlreichen Positionen verändern, da Abwehrchef Linus ins Tor rückte, Lukas M. auf die Rechtsverteidigerposition, Mittelfeldstratege Timon in die zentrale Defensive, unser „6er“ Tim ins zentrale Mittelfeld und unser „Rückkehrer-Debutant“ ins linke Mittelfeld. Erwartungsgemäß holprig begann die Partie, die zunächst von vielen Fehlpässen geprägt war. Vymadorn war zwar von Anfang an die aktivere Mannschaft, schaffte es aber nicht schnell, die Überlegenheit in gefährliche Situationen umzumünzen. Mehr als einige Ecken, die eher harmlos verpufften sprang zunächst nicht heraus. Erst nach gut zehn Minuten begann Vymadorn auch innerhalb des 16ers den Mitspieler aktiv zu suchen- und schon wieder folgte unmittelbar Verwertbares. Eine feine Flanke von Marvin Sp. köpfte Maxi aus kurzer Distanz ins linke Eck.  1:0 (10.). [Leider haben wir es versäumt, beim FVN den Antrag zu stellen, dass diese Tore „doppelt zählen“^^.]

Die bis dahin wacker mithaltenden Gäste schienen vom Rückschlag ein wenig enttäuscht, gleichzeitig schien der Torerfolg Vymadorn etwas zu beflügeln, denn in der Folge wurden mehr und mehr Pässe in die Schnittstellen gepasst, die zunehmend zu gefährlichen Situationen führten, auch wenn ab und an die Abseitsfalle zuschnappte. Eine davon nutzte erneut Maxi in der 15. Minute mit einem überlegten Schlenzer ins rechte Eck zum beruhigenden 2:0.  Mit diesem Tor aber war die mannschaftsdienliche Phase von Vymadorn auch schon wieder vorbei. Erneut wurden wieder sturköpfige Einzelaktionen versucht, Pässe unsauber gespielt und Positionen nicht eingehalten. Und auch hier hätte der Gastgeber fast die Quittung bekommen, denn den einen oder anderen Konter entschärfte erst unser „Schnapper“, der – dafür, dass es sein erstes Spiel im Tor war- von der Abwehr oftmals im Stich gelassen wurde und weitaus mehr Beschäftigung hatte als ihm lieb war. Dass das Spiel nicht kippte war seinen Paraden zu verdanken und der Energieleistung vom „Last-Minute-Stürmer“ Marvin Sp., der sich in der 24. Minute in einem Konter gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und den Ball am Keeper vorbei über die Linie spitzelte und auf 3:0 erhöhte. Leider wurde das Spiel dadurch auch nicht viel besser. Es blieb viel Stückwerk und nur ein unglücklicher Fehlgriff des Gästekeepers führte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dazu, dass sogar noch das 4:0 durch – schon wieder^^- Maxi zu notieren war. Es war zwar klar, dass auf Grund der durchgewürfleten Startformation keine Wunderdinge zu erwarten waren, der Halbzeitstand war- gemessen an den gezeigten Leistungen- aber mindestens um ein Tor zu hoch, wenn nicht gar um zwei.

Die Pause wurde ausgiebig genutzt, um sich zu erwärmen und einige Defizite anzusprechen. Im zweiten Durchgang präsentierte sich dann Vymadorn besser und vor allem zielstrebiger, während HoHa-Kessel den Faden zunehmend zu verlieren schien, wozu vielleicht auch die zahlreichen Wechsel beitrugen. Gerade in der Mitte des zweiten Durchgangs, die die stärkste Phase der Gastgeber war, wurden viele Chancen erarbeitet- aber auch viele liegengelassen. Einen etwas unglücklichen Auftritt hatte dabei unser Rückkehrer-Debutant, der nacheinander erst mit einem guten Schuss an einer starken Parade des Gästekeepers scheitere und danach krachend erst Latte und Pfosten auf Stabilität überprüfte. Die Überprüfung ergab keine Beanstandungen, so dass in Zukunft hoffentlich auch die Festigkeit des Netzes auf den Prüftstand kommt. Auch der nominelle „6er“ Tim, der heute eine „tiefe 10“ spielen musste, blieb im Abschluss unglücklich und vergab aussichtsreiche Chancen. Besser machte es hingegen der „Last-Minute-Man“ Marvin Spielmann, der nun einen blitzsauberen „Hattrick+“ abschloss- das 5:0 besorgte er wieder nach einem Konter durch seine physische Stärke, das 6:0 demonstrierte seinen Instinkt, denn es gab freundliche Mithilfe der Gäste-Defensive, das 7:0 war ein Abstauber nach Lattentreffer von Tim. Das 8:0 verdiente aber das „Prädikat wertvoll“, war es doch der mit Abstand schönste Treffer der Partie und gewissermaßen die „Krönung“ eines starken Auftritts zweier Offensivkräfte. Nach einer scharfen und präzisen Flanke von Maxi, nahm Marvin „die Pille“ volley von der Strafraumkante und versenkte sie überlegt unter die Latte.Für den Schlusspunkt der recht einseitigen Partie sorgte dann der heute wesentlich verbesserte Maxi mit einem Abstauber zum 9:0.

4x Maxi und 5x Marvin „liest“ sich recht eindeutig- aber die vorschnellen Schlüsse werden der Teamleistung nicht gerecht. Gerade die, die auf ungewohnten Positionen gespielt haben und dabei kaum Fehler zugelassen haben, trugen mindestens ebensoviel zum Erfolg hinzu.

Fazit: Holpriger erster  Durchgang, mannschaftlich geschlossener und spielerisch besserer zweiter Durchgang.

 

 

Tore:

Maxi (man lese und staune): 4 (1:0.2:0. 4:0. 9:0) [11], Marvin Spielmann 5 (3:0. 5:0, 6:0, 7:0, 8:0) [11]- it is true!

 

 

SV Bedburg-Hau vs. JSG Appeldorn-VyMa   0:10 (0:5) – „Schön“ ist anders!

In einer durchgehend einseitigen Partie verabschiedete sich am Nikolausabend die JSG VyMa-Appeldorn mit einem deutlichen Sieg in die Winterpause, blieb dabei aber vieles schuldig, was man von der heutigen Paarung erwarten durfte.

Läuferische Defizite konnte man vielleicht noch mit dem heute sehr tiefen Boden entschuldigen und gegen die bis zum Ende aufopferungsvoll kämpfende Mädels von Bedburg-Hau zögerte der eine oder andere Spieler vielleicht davor, mit zu hohem Einsatz in die Zweikämpfe zu gehen, spielerisch war das Spiel von Seiten von Vymadorn jedoch eine ziemliche Enttäuschung.

Gegen einen körperlich eben deutlich unterlegenen Gegner fast nur durch den Einsatz der physischen Überlegenheit durchzubrechen und dadurch Tore zu erzwingen, ist zwar ein probates Mittel, aber nicht annähernd das, was heute von der Mannschaft erwartet wurde.. Das soll keineswegs die Gastgeber(-innen) herabwürdigen, die wenigstens bis zum letzten Ende gefightet haben, stellt aber doch die Realität dar. Nur mit der Brechstange zu agieren und hölzern ein immergleiches Schema zu wiederholen, das gegen jeden Gegner auf Augenhöhe gnadenlos zum Scheitern verurteilt wäre, war dann doch extrem einfallslos.

In der ersten Halbzeit wurden zwar einige Tore erzielt, aber fast nur nach dem Muster, dass der Ball recht fußlahm durchs Mittelfeld geschleppt wurde, ein Stellungsfehler der Innenverteidiger provoziert , dann ein scharfer Pass durch die Mitte erlaufen und abgeschlossen wurde. Setzte sich anfangs noch Lale auf rechts einige Male gut durch, um dann (allerdings zu unpräzise) zu flanken, lief ab Mitte des ersten Durchgangs fast alles nur noch durch die Mitte- und keinesfalls effektiv oder gar „schön“. Einzig das Kopfballtor von Felix ist eine ausführlichere Erwähnung wert, da es erst unser zweiter Saisontreffer nach einer Ecke war, von denen auch in diesem Spiel ein gutes Dutzend sehr schwach ausgeführt wurden- die geschilderte Ausnahme ausgenommen.

Es muss klar der Finger in die Wunde gelegt werden, dass wieder einmal Positionen nicht gehalten wurden, so dass ein echtes Spiel fast gar nicht möglich war, da die „Anspielstationen“ sich im Mittelfeld knubbelten, um ja ein Tor zu erzielen,, „Kabinettstückchen“ versucht wurden (die überwiegend so richtig in die Hose gingen) und wieder und wieder der dumme Alleingang versucht wurde (auch „auf dem Bierdeckel“ gegen 4-5 Verteidiger).

Wer also eine Lehrstunde sehen wollte, wie man einen Gegner stark macht- die erste Halbzeit wäre ein Lehrvideo wert gewesen, wie man einen Gegner wie Bedburg-Hau nicht bespielt.

Mit einem schmeichelhaften 5:0 ging Vymadorn in die Pause, in der es ein kleines Kabinendonnerwetter gab, das aber offensichtlich an dem einen oder anderen Protagonisten abperlte wie Regen von einem Friesennerz.

Denn auch der zweite Durchgang bot von Seiten der Gäste überwiegend fußballerische Magerkost. War das Spiel bis da überwiegend über die Mitte und sonst noch einige Male über rechts geführt worden, verlagerte sich das Spiel nun auch ab und an auf die linke Seite, ohne dabei aber wirklich an Qualität zu gewinnen, weil Tempo und Spielwitz für Vymadorn offensichtlich ein Fremdwort zu sein scheint. So plätscherte die Partie weiter vor sich hin, ab und an war ein erzwungenes Tor zu notieren, aber ein wirkliches „Spiel“ (im Sinne einer Mannschaftssportart ) sollte sich bis zum Ende leider nicht entwickeln.

Dass der eine oder andere vermeintliche „Starkicker“ mit seiner „Leistung“ am Ende und in der Halbzeit sogar „zufrieden“ zu sein schien, spiegelt ein gerüttetes Maß an gehöriger Selbstüberschätzung, Überheblichkeit und -ja- auch Arroganz wider. Es war ein stumpf durch physische Überlegenheit erzwungener Pflichtsieg, nicht weniger, aber ganz bestimmt auch kein bisschen mehr.

Wenigstens „solide“ kann man im Rückblick allenfalls den Auftritt von Janis und Felix bezeichnen (die allerdings auch wenig gefordert wurden), bei allen anderen „Kickern“ überwog heute aber doch deutlich mehr Schatten als Licht. Gegen 2/3 der Liga hätte man sich einen solchen „Auftritt“ jedenfalls nicht leisten können.

Der einzige Lichtblick des Tages bleibt, dass die Neuzugänge sich -trotz der noch deutlich fehlenden Bindung zum Team- recht ordentlich eingeführt haben und somit in der Rückrunde den internen Druck auf vermeintlich „gesetzte Stammspieler“ deutlich erhöhen werden. Die „Karten“ werden auf jeden Fall neu gemischt.

Bleibt zu hoffen, dass so einige läuferische Defizite in der Winterpause behoben werden können und die Erkenntnis, dass nur (taktische) Disziplin und mannschaftsdienliches Spiel zum Erfolg führen, endlich mal in den Köpfen ankommt- sonst wird auch am Ende der Saison eine allenfalls durchwachsene Spielzeit zu Buche stehen.

 

Fazit:: Es ging heute nicht um die Höhe des Sieges, sondern um die Art des Auftritts- und der war mehr als  mäßig.

Tore:

1:0 NN (nach Alleingang durch die Mitte aus ganz spitzem Winkel ins kurze Eck)

2:0 Maxi („Tempo“-Gegenstoß durch die Mitte nach Doppelpass)

3:0 Tim (nach Alleingang durch die Mitte)

4:0 NN  (nach Pass durch die Mitte)

5:0 Felix (Kopfball unter die Latte nach Ecke, allerdings von einem 2-Meter-Mann gegen einen „Zwerg“ (sorry))

HZ

6:0 Marvin Spielmann (nach Alleingang durch die Mitte)

7:0 Maxi (nach feinem Pass von Außen)- das einzige (annähernd „schön“) herausgespielte Tor der Partie^^)

8:0 Marvin Sp. (Rechtsschuss aus 12 Metern)

9:0 Maxi („irgendwie“ durch eine Grätsche am TW vorbeigespitzelt nach Pass von „Döner“)

10:0 NN (nach Flanke von Lale von rechts außen)

 

WINTERPAUSENBILANZ

Mit 7 Siegen aus 11 Spielen würde die JSG VyMa-Appeldorn aktuell mit 21 Punkten Platz 3 der Liga behaupten- allerdings nur knapp. War man zu Anfang nur mit einem sehr „dünnen“ Kader angetreten, sieht es für die Rückrunde sehr positiv aus- durch Neuzugänge wird der Kader in der Rückrunde wohl 14 oder gar 15 Spieler groß sein, so  dass wir häufiger als „echte 11er-Mannschaft“ auflaufen werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass es „in der Mannschaft stimmt“ und stimmt positiv für eine kommende B-Jugend, so dass rückwirkend der Schritt der Trennung in C1 und „C2 als o.W.“ als zumindest nicht ganz falsche Entscheidung gewertet werden kann.

„Highlights“ der Saison waren sicher das 12:0 in Donsbrüggen, als eine „Rumpftruppe“ eine überwiegend überzeugende Leistung ablieferte, die Phase zwischen 10. und 55. Minute als man bei der vermeintlichen „Übermannschaft“  Keeken einen 0:3 Rückstand in ein 3:3 umwandelte und die ersten 60 Minuten in Kellen, als Vymadon die (inoffizielle) Vize-Meisterschaft anstrebte und 3:1 auf fremden Platz führte.

„Tiefschläge“ hingegen waren die Schlussphase in Keeken (als man sich mit dem Hintern das umstieß, was man sich erarbeitet hatte und dennoch 3:5 verlor), die letzten 15 Minuten in Kellen, in denen Vymadorn alles vermissen ließ und einen sicher geglaubten „Big Point“ leichtfertig hergab und – mit Abstand- das 3:8 in Wyler, wo alle Schwächen auf einmal zusammenkamen und gnadenlos aufgezeigt wurden.

In der Summe sid wir „punktetechnisch“ sicher mindestens 4-6 Punkte unter unseren Erwartungen geblieben, aber vor allem spielerisch ist noch weitaus mehr Luft nach oben.

 

Interne Torschützenliste:

Maxi 14

Marvin Sp. 13

Timon 8

Linus 6

Tim 5

Lale 3

Fritz: 3

Lukas M. 2

Felix 2

NN 1

NN 1