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Spielberichte:
Appeldorn- Kellen 3:2 (2:1)
Tore: Linus 1(1) , Timon 1 (1), Maxi 1(1)

SV Siegfried Materborn vs. JSG Appeldorn-VyMa 2:7 (2:2)

Der erste Durchgang im ersten Auswärtsspiel im Klever Vorort Materborn war nicht das gelbe vom Ei. Auf schwierigem Geläuf mit sehr hohem Gras, das ein flüssiges Kurzpassspiel nahezu unmöglich machte, trafen zwei Teams aufeinander, die beide ihre Auftaktpartien gewonnen hatten.

Obwohl die Gäste eine offensivere Aufstellung wählten als die Gastgeber, waren es diese, die nach einer nervösen Anfangsphase offensiv mehr Akzente setzten und die noch im Tiefschlaf befindliche Appeldorner Hintermannschaft mit Kontern überrumpelten. Schon in der ersten Minute hätte die Führung erzielt werden müssen, doch unser Keeper Nils behielt im 1:1 aus kurzer Distanz die Nerven und vereitelte die Blitz-Führung. Da aber weiter nicht konsequent geklärt wurde, säbelte eine nominelle Defensivkraft nur wenig später mitten im Strafraum über den Ball, so dass sich ein „Gelber“ artig bedankte und aus knapp 6 Metern einnetzte – 1:0 Materborn (5.) .

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Appeldorn zwar eine Vielzahl an Chancen erhielt, die aber meist mehr als Fahrlässig vergeben wurden. Mitte des ersten Durchgangs konnte Lukas M. dann aber doch den Ball nach einem Pass von Timon über die Linie drücken.

Wer nun dachte, dass Appeldorn endgültig den Hebel umlegen würde, sah sich bitter getäuscht. Durch ein sträflich passives Mittelfeld hindurch spazierten drei Materborner Kicker, hebelten mit einem Doppelpass die gesamte Defensive aus und schlossen mit einem satten Schuss unter die Latte zur postwendenden erneuten Führung für Materborn ab- 2:1 (14.). Am Appeldorner Spiel änderte sich wenig- bis vor den gegnerischen 16er kam man oft gut durch, dann aber war Ende im Gelände, weil man sich entweder nicht durch die Materborner Defensive spielen wollte, oder aber in sinnlosen Zweikämpfen festrannte. Mehr als zahlreiche Distanzschüsse sprangen kaum heraus, wobei der gefährlichste davon wenigstens am Pfosten landete. Erst in den letzten 5 Minuten schalteten sich wieder mehr Appeldorner aktiv ins Spiel ein, anstatt nur dem Ballführenden zuzusehen und schon wurde es gefährlicher. Das, was man im Ansatz eine erste Kombination nennen durfte, schloss Tim zum verdienten 2:2 ab (30.). Materborn hatte kurz vorm Pausenpfiff noch die Riesenchance, auf 3:2 zu erhöhen, doch der gut ausgeführte Konter von links wurde aus kurzer Distanz schlecht abgeschlossen, so dass der Schuss rechts am Tor vorbeistrich.

Mit organisiertem Fußball hatte Halbzeit 1 auf Appeldornern Seite jedoch wenig zu tun. Das Schussverhältnis lag zwar bei 15:4, aber letztlich schienen die Materborner Angriffe sogar gefährlicher.

Das änderte sich nach einer „Kabinenpredigt“ im 2. Durchgang aber glücklicherweise. Mit mehr Laufbereitschaft und besseren Pässen wurde Materborn jetzt in die eigene Hälfte gedrängt und fand kaum noch Luft zum Kontern. Dennoch dauerte es bis zur 50. Minute, bis die Grün-Weißen den Druck in Tore ummünzen konnte. Nach einer Ecke köpfte Felix das Spielgerät sehenswert genau in den Knick -2:3 (Felix, 50.).

In den letzten 20 Minuten drehten die Gäste dann auf, vielleicht ging den jungen Materbornern auch ein wenig die Puste aus, denn nun fielen die Tore wie reife Früchte. Fritz sorgte in der 55. Minute nach Pass von Lukas M. für die Vorentscheidung, bevor Lukas M. selbst, diesmal nach Pass von Tim, den Deckel druafsetzte und zum 5:2 erhöhte (60.). In der Schlussphase ließ Appeldorn nicht locker und entschädigte etwas für den lust- und kopflosen Auftritt der ersten 45 Minuten. Fritz erhöhte in der 62. Minute mit einem satten Schuss ins linke Eck auf 6:2, bevor Tim in der letzten Spielminute mit dem 7:2 den Schlusspunkt setzte.

Auch Materborn kam noch zu einer riesigen Chance, als einer der seltenen Konter in einer 1:1-Situation zwischen Angreifer und Torwart mündete, die Nils zunächst parieren konnte. Dass der aufgenommene Abpraller dann vor ganz leerem Kasten nur an die Unterkante der Latte gesetzt wurde, bevor unser Keeper den Ball sichern konnte, war wohl wirklich etwas glücklich.

Fazit: Nur in den letzten 20 Minuten überzeugend, zuvor mit viel Überheblichkeit, wenig Zusammenspiel , kuriosen Abschlussversuchen und eher durchwachsen.

Torschützen: Tim 2 (2), Lukas M. 2 (2) , Fritz 2 (2), Felix 1 (1)

 

 

 

 

 

JSG Appeldorn-Vyma – SG Bedburg-Hau III 4:1 (2:1) – Appeldorn agiert ansprechend auf Asche

Auf ungeliebter Asche trafen sich in der „Englischen Woche“ die Teams aus Appeldorn und Hau 3. Die Vorzeichen waren ähnlich wie vor dem letzten Spiel- auch diesmal maßen sich zwei Mannschaften, die jeweils beide Auftaktspiele gewonnen hatten. Man mag zwar noch nicht von einem Spitzenspiel sprechen, aber dennoch war klar, dass nur ein Sieg den Anschluss an die Spitze bedeuten würde. Beim dünn besetzten Kader der Grün-Weißen kam erschwerend hinzu, dass unsere „Abwehr-Säule“ Felix verletzungsbedingt ausfiel, so dass umgebaut werden und Fritz, der in Materborn noch Doppeltorschütze war, in die Kette rücken musste.

Es entwickelte sich ein recht ansprechendes Spiel, das zunächst von energischem Einsatz der Gästespieler geprägt war, die sich mit Händen und Füßen dem Appeldorner Anfangsdruck entgegen stemmten.

Mussten sich beide Teams zwar zunächst etwas an die recht holprige Asche gewöhnen, kam der Gastgeber doch etwas besser ins Spiel. Schon früh erzielte der Mannschaftskapitän Timon, der heute im Gegensatz zum Materborn-Spiel sehr mannschaftsdienlich spielte und eine bis zur letzten Sekunde tadellose Leistung absolvierte, die frühe Führung mit einem Distanzschuss, der -technisch fein angesetzt- unhaltbar genau in den rechten oberen Knick einschlug- 1:0 (8.).

Hau zeigte sich aber unbeeindruckt und setzte in der Folge einige Offensivakzente. Schon kurz nach der Führung hätte gleich der Ausgleich fallen können, doch unser Keeper Nils holte mit einer sehenswerten Flugeinlage einen halbhohen Freistoß mit den Fingerspitzen aus der Luft, den viele Außenstehende schon im Tor vermutet hatten.

Danach verflachte die Partie etwas, wurde aber nicht langweilig. Wie aus dem Nichts folgte in dieser Phase der Beruhigung der Ausgleich, als sich gleich zwei Hauer -aus abseitsverdächtiger Position- in einem blitzartigen Konter vor das Heimtor lavierten und dort unhaltbar zum 1:1 einnetzen (15.). In der Folge erspielten sich die Gastgeber einige gute Ausgangspositionen, bei denen der letzte Pass aber nicht saß, beziehungsweise hart getretene Flanken nur knapp verpasst wurden. Besser machte es Lale, als sie in der 29. Minute einen Konter über die rechte Seite mit einem überlegen Schuss über den Hauer Keeper hinweg zur erneuten Führung abschloss- 2:1 (29.) und damit ihren ersten Saisontreffer erzielte. Für noch klarere Verhältnisse hätte kurz danach der „Kugelblitz“ Marvin sorgen können, doch sein feiner Alleingang von der linken Torauslinie endete leider nur mit einem scheppernden Pfostentreffer.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein ansehnliches Spiel von beiden Seiten, in dem es zwar keine Chancen im Minutentakt gab, aber wohl einige feine Spielzüge und „Aufreger“. Da die Gastgeber sich nun der teilweise recht ruppigen Gangart der Gäste anpassten, drohte das Spiel sogar teilweise zu entgleisen, wozu einige recht strittige Entscheidungen sicher einen Teil beitrugen. Der eine oder andere nickelige bis unfaire Zweikampf, der aber nun aber nicht mehr ohne „freundliche Erwiderung“ hingenommen wurde, führte dann sogar zu einer Unterbrechung der Partie, in der alle Protagonisten aufgefordert wurden, etwas herunterzukühlen. Das gelang den Gastgebern offensichtlich etwas besser, denn mit „kühlem Kopf“ nach intelligentem Passspiel erzielte Lale in der 52. Minute mit einer Kopie ihres ersten Saisontreffers das beruhigende 3:1. Hau löste nun seine Ordnung auf und versuchte verzweifelt, aber unorganisiert, wenigstens den Anschluss zu erzielen, was aber von der konzentrierten Hintermannschaft von Appeldorn verhindert werden konnte. Auch das lautstark geforderte Einschalten des Flutlichts sorgte dabei scheinbar nicht zu einer großen Erleuchtung, denn mit dem 4:1 durch unseren Kapitän Timon, der einen Abstauber nach einer Ecke ins Netz dreschen konnte, war „der Deckel dann drauf“.

Die drei Punkte blieben im Rübendorf, das damit den Anschluss an die Spitzengruppe halten kann und einen Auftakt nach Maß hingelegt hat- trotz des doch arg kleinen Kaders.

Es scheint zu stimmen in Appeldorn, was man vielleicht auch daran messen kann, dass die bisherigen 14 Saisontreffer von 7 unterschiedlichen Spielern erzielt wurden- einfach auszurechnen sind wir auf jeden Fall nicht. So oder so.Jetzt gilt es, in Donsbrüggen keine Schwäche zu zeigen, bevor mit Kellen der nächste „dicke Brocken“ vor der Brust ist.

PS: Vielleicht sollte ich öfter mal vor dem Spiel Einzelgespräche führen- die beiden Angesprochenen wissen, wer gemeint ist. Wenn DAS das Resultat ist, führe ich gerne 12 Einzelgespräche vor jedem Spiel.

Tore: Lale 2 (2), Timon 2 (3)

 

 

 

 

 

 

 

JSG Rindern/Donsbrüggen vs. JSG Appeldorn-VyMa 0:12 (0:7) – Einbahnstraßenfußball

In einer sehr einseitigen Partie zeigten die Spieler/*Innen der Grün-Weißen einen über weite Strecken guten Auftritt, bei dem man mit dem Notieren der erarbeiteten Chancen kaum nachkommen konnte. Wurde anfangs noch etwas zu oft das Mittel des Fernschusses gewählt, wurde in der zweiten Halbzeit teilweise beeindruckend kombiniert und gut zusammengespielt. Etwas schade war es, dass die wackere Gegenwehr der Gastgeber mit Erreichen eines immer deutlicheren Zwischenstandes nahezu zum Erliegen kam. Hatte Rindern/Donsbrüggen im ersten Durchgang immerhin noch 3-4 Gegenstöße gesetzt, die durchaus zu einem Treffer hätten führen können, kam unser Rückhalt Nils in den zweiten 35-Minuten nicht einmal in den Genuss eines Ballkontaktes, womit die Einseitigkeit wohl deutlich genug beschrieben ist. Trotz des Kantersieges bleibt die Chancenverwertung verbesserungswürdig, denn es hätten wesentlich mehr Abschlüsse besser gemacht werden können.

Positiv war aber, dass die Ansagen der Halbzeit konsequent und gut umgesetzt wurden und bis auf einen (verständlichen) Hänger etwa nach dem 10:0 ,als die Motivation doch spürbar nachließ, insgesamt eine hohe Einsatzbereitschaft zu beobachten war.

Tore:

1:0 Linus (5.) (ohne Vorarbeit, Alleingang über rechts)

2:0 Marvin (11.) (Rechtsschuss ins linke Eck)

3:0 Maxi (13.) (Rechtsschuss nach Pass Janis)

4:0 Timon (14.) (Freistoß aus ca. 24 Metern halblinker Position)

5:0 Linus (17.) (Fernschuss mit rechtem Fuß aus ca. 20 Metern)

6:0 Lale (32.) (Rechtsschuss nach Zuspiel von Marvin Sp.)

7:0 Marvin (34.) (Spannstoß nach Zuspiel von Timon)

8:0 Timon (39.) (Schuss aus 16 Metern, nach Doppelpass mit Tim)

9:0 Linus (44.) (Kopfball nach Ecke von Tim)

10:0 Tim (50.) (Schuss von innerhalb des Strafraums unter die Latte)

11:0 Maxi (54.) (irgendwie war er dann doch irgendwann drin)

12:0 Timon (63.) (nach Zuspiel von Maxi)

Tore: Linus 3 (4);  Marvin 2 (2), Maxi 2 (3) , Timon 3 (6), Lale 1 (3), Marvin 2 (2), Tim 1 (3), Maxi 2 ( 3)

 

 

 

 

BV Kellen/Rhenania Kleve- JSG Appeldorn-Vyma 5:3 (1:2)- Verdiente Quittung

Viel möchte man zu diesem Spiel eigentlich nicht schreiben, denn wenn man „richtig“ anfangen würde, würde man vielleicht – oder eher sicher – zu viel schreiben. Daher die moderate Kurzform: Abgesehen von der Anfangsphase, in der Kellen scheinbar von der physischen und spielerischen Präsenz der Grün-Weißen überrascht schien, machte weitgehend Kellen das Spiel, scheiterte aber zu oft am Abschluss. Appeldorn hielt wacker dagegen, zeigte aber oftmals individuelle Schwächen. Die Kellener Führung war daher nicht unverdient. Appeldorn wachte erst auf, als ein Verzweifelungsschuss von Linus dem Kellener Schlussmann durch die Hosenträger rutschte und am Pfosten landete. Glück im Unglück für Kellen.

Gegen Ende des ersten Durchgangs entwickelte sich dann eine recht offene Partie. Wurde zunächst noch der Ausgleich fahrlässig vergeben, weil die „Kunst“ höher bewertet wurde als das Ergebnis, erzielte Linus mit einem abgefälschten Distanzschuss dann doch das 1:1. Kurz vor der Halbzeit setzte sich Marvin dann gegen einen Mitspieler durch und erzielte aus kurzer Distanz die Halbzeit-Gästeführung- allerdings aus abseitsverdächtiger Position und in einem Zweikampf, den man unterschiedlich bewerten mag.

Trotz Pausenführung war das Trainerteam mit dem Auftritt nicht wirklich einverstanden und gab klare Anweisungen.

Diese wurden im zweiten Durchgang auch zunächst (!) umgesetzt. Die – erwartete – Kellener Druckperiode wurde abgewiesen und eigene Konter gesetzt. Das Konzept schien voll aufzugehen, denn Maxi konnte nach Zuspiel von Tim einen Abwehrfehler der Kellener Hintermannschaft abgezockt nutzen und auf 3:1 für die Gäste erhöhen (39.).

Die Vorentscheidung? Pustekuchen!

Denn nun agierte Appeldorn kopflos. Anstatt die taktischen Vorgaben auch nur annähernd zu erfüllen, rannte man blind und oft vollkommen egoistisch gegen einen immer noch spielstärkeren Gegner an.Einfacher konnte man es dem Gegner nicht machen, Man kann es der Appeldorner Mannschaft zwar positiv anrechnen, dass sie „plumpes und einfaches“ Spiel scheinbar ablehnte- taktisch und spielerisch waren die letzten 20 Minuten des Spiels von Seiten der Gäste aber einfach schlecht.

Nach dem unnötigsten Ballverlust der bisherigen Saison konnte Kellen einen feinen Konter setzen und von der linken Seite her kommend auf 2:3 verkürzen. Dieser Anschluss fiel zwar aus abseitsverdächtiger Position, war aber auch nicht strittiger als der vorangegangene Treffer. In der Summe also hier ausgleichende Ungerechtigkeit.

Kellen leckte Blut und setzte- man kann es nicht anders sagen- zu einer furiosen Schlussphase an, in der den Gästen ihre Grenzen aufgezeigt wurden. Wie aus dem Lehrbuch setzte Kellen Punkt um Punkt und – man kann es nicht anders ausdrücken- fertigte die Gäste regelrecht ab. Das 3:3 , 4:3 und abschließende 5:3 waren fein herausgespielt und absolut verdient, da Kellen als Team operierte. Man mag zwar anführen, dass Appeldorn auch konditionell einbrach und Kellen einen Vorteil hatte, dass es munter frische Kräfte einwechseln konnte, aber das wäre zu einfach.

Damit ist vieles, was für die Saison vorgenommen wurde, schon früh in Frage gestellt. Nüchtern betrachtet muss man feststellen, dass das Team am ersten richtigen Prüfstein der Saison krachend gescheitert ist- und dabei vor allem aber an sich selbst.

Der Spielplan will es so, dass das Team nun eine direkte Chance zu einer Reaktion hat, reist man doch am Montag schon zum Spitzenreiter.

„Sonderlorbeeren“ gibt es dennoch an diesem schwarzen Tag- für Indy, die als einzige (!) an ihr persönliches Limit gegangen ist

Glückwunsch an Kellen, das mit einer disziplinierten Team-Leistung absolut verdient gewonnen hat.

 

Tore: Linus 1 (5) , Marvin 1 (3), Maxi 1 (4)

 

JSG Keeken/Schanz- JSG Appeldorn-VyMa 5: 3 (3:3) Guter Auftritt wird letztlich nicht belohnt

 

In einem vorgezogenen Spiel gastierte die Zweitvertretung aus Appeldorn heute beim unangefochtenen Spitzenreiter aus Keeken, der mit der beeindruckenden Bilanz von 12 Punkten und 68:0 (!) Toren in die Saison gestartet war. Da die JSG aus der jüngsten Niederlage in Kellen noch etwas gutzumachen hatte, wollte man den Favoriten zumindest ärgern, was insgesamt gut umgesetzt wurde.

Der Auftakt verhieß nichts Gutes, denn mit zwei schnellen Angriffen schien das Spiel in der 3. Minute (!) bereits gelaufen zu sein. Zunächst verschlief die JSG Defensive scheinbar den Anpfiff, ließ sich einfach überlaufen und kassierte umgehend das 0:1, zwei Minuten später lud ein kapitales Luftloch, in das eine schlafmützige Defensivkraft trat, die Gastgeber freundlichst zum frühen 2:0 ein.

Erst danach erkannte Appeldorn, dass der Gegner vielleicht über  indiviuell starke Spieler verfügte, die aber auch nur mit Wasser kochten und sonst keinesfalls fehlerlos agierte. In der Folge gewann Appeldorn mehr und mehr an Selbstvertrauen, als erste zarte Angriffsversuche nicht im Keim erstickten, sondern zeigten, dass doch etwas geht. Eine erste Chance vergab Maxi durch einen schwer zu nehmenden Kopfball, den der Keekener Keeper noch aus der Luft pflücken konnte. Wenig später verhinderte dann schon nur noch die Latte den Anschlusstreffer, als sich Marvin gut gegen die halbe Keekener Hintermannschaft durchsetzte und einfach mal draufhielt. Keeken schien verwirrt und verlagerte sich auf Defensivspiel, was aber scheinbar bisher noch nicht so sehr gefordert war, denn es taten sich durchaus Lücken auf. Eine davon nutzte Maxi in der 15. Minute aus, als er einen überlegten Schuss ins rechte obere Eck setzte und auf 1:2 verkürzte. Die neue Erfahrung schien Keeken nicht zu schmecken, denn von strukturiertem Spiel war nun zunächst nicht mehr viel zu sehen. Der Gastgeber setzte nun eher auf Konter. Einer davon brachte in der 24. Minute dann das 3:1 für die Gastgeber, wurde aber eher aus Abseitsposition erzielt. Diese – ärgerliche- Entscheidung zeigte Wirkung, denn Appeldorn resignierte für 5 Minuten, in denen Keeken, nun plötzlich wieder selbstbewusst- fein kombinierte, vor dem Tor aber durch drei vergebene Abschlüsse versäumte, frühzeitig den Deckel auf die Partie zu setzen.

Die letzten 5 Minuten des ersten Durchgangs gingen dann wieder klar an Appeldorn, als sich die Gäste wieder darauf besannen, dass der Keekener Offensivpower nur mit eigenen Aktionen beizukommen war- und wie! Nachdem ein Freistoß noch gerade so zur Ecke gelenkt werden konnte, war es in der 31. Minute abermals der wie aufgedreht spielende Maxi, der mit einem wahren Sonntagsschuss genau in den Knick aus gut und gerne 22 Metern auf 2:3 verkürzte. Plötzlich schwamm Keeken und sah sich neuen Appeldorner Angriffen ausgesetzt. Strich einer davon noch knapp rechts am Tor vorbei, machte es Marvin quasi mit dem Pausenpfiff besser, indem er sich nach feinem Anspiel einfach mal durchtankte und die Pille beherzt zum nicht unverdienten Ausgleich ins Netz drosch – 3:3 (34.). Zwar hatte Keeken die etwas bessere Spielanlage, aber vom reinen Chancenverhältnis betrachtet, ging dieser Pausenstand in Ordnung.

Der zweite Durchgang brachte dann nicht mehr ganz so viel Spielspaß. Keeken schien sich der eigenen neuentdeckten Verwundbarkeit bewusst zu sein und Appeldorn spielte mit dem zufriedenstellenden Zwischenergebnis auch nicht mehr so risikoreich wie nach dem 1:3 als man „auf Teufel komm´raus“  kommen musste. Die Partie verflachte spielerisch zusehends und wurde mehr und mehr von intensiven Zweikämpfen geprägt, die – auf beiden Seiten^^- oft am Rande der Legalität verliefen.. Hier hätte die eine oder andere gelbe Karte- oder auch Zeitstrafe, wohlgemerkt aber auf beiden Seiten- dem eigentlichen Spiel vielleicht gut getan.

Appeldorn kam zumindest mit dieser von vielen Unterbrechungen geprägten MItte des zweiten Durchgangs  besser klar und hätte in drei gefährlichen Angriffen eigentlich die Gäste-Führung erzielen müssen. Strich zunächst noch ein gefährlicher Fernschuss knapp am Gäste-Gehäuse vorbei, konnte in der Folge nur eine Glanztat des Keekener Keepers ein weiteres Tor verhindern, der einen „fies“ abgefälschten Schuss gerade noch eben so von der Linie kratzte und zur Ecke abwehrte. Wenige Minuten später landete das Spielgerät dann am Keekener Lattenkreuz, als Marvin einen technisch schweren Ball aus fast „unmöglichem“ Winkel ans Aluminium setzte. Kaum auszumalen, wie die Partie verlaufen wäre, wenn das Leder hier den Weg hinter die Linie gefunden hätte. Leider aber besann sich Keeken nun schließlich doch noch auf die eigenen Stärken und versuchte nicht weiter nur zu verteidigen, sondern wieder selbst offensiv zu agieren.Die Gäste schienen ihr Pulver verschossen zu haben und den Punkt verteidigen zu wollen, wodurch sich die Partie abermals wandelte. Ab der 50. Minute drückte der Gastgeber nun wieder stärker und erarbeitete sich Chance um Chance. Hielt zunächst noch Nils die Grün-Weißen mit drei sehenswerten Paraden im Spiel, war es in der 60. Minute dann doch geschehen, als der wohl schönste Spielzug der ganzen Partie nur noch dadurch nicht von einem Tor gekrönt wurde, weil ein Handspiel das Gerät von der Linie beförderte, für das man nun wirklich keinen Videobeweis benötigte.

Der fällige und selbstverständlich auch gegebene Elfer fand dann – etwas glücklich- den Weg von der Unterlatte der Latte hinter die Linie, so dass der haushohe Favorit 10 Zeigerumdrehungen vor dem Schlusspfiff doch wieder in Führung gehen konnte. In der anschließenden, recht chaotischen, Schlussphase versuchten die Gäste nun alles, „machten hinten auf“ und kamen auch noch zu mehreren Halbchancen, die aber nicht mehr zum abermaligen Ausgleich führten. Mit dem Schlusspfiff machte Keeken dann den Sack zu und konterte zum finalen 5:3- so ist Fußball nun einmal.

Fazit: Technisch überlegene Keekener hatten Schwierigkeiten mit physischen Appeldornern und offenbarten durchaus Schwächen in Mittelfeld und Defensive. Die drei überragenden Offensivakteure der Keekener aber konnten (auch) diesem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Mit Glück hätte Appeldorn heute mindestens einen Punkt mitnehmen können, mit Pech aber eben auch eine Packung bekommen können. In der Summe geht der Sieg der Hausherren in Ordnung, fiel aber aufgrund der „Dramaturgie“ doch wohl einen Treffer zu hoch aus. Toller Kampf und gute Moral von Appeldorn- mit so einem Auftritt darf man ruhig mal verlieren.

 

 

Tore: Maxi 2 (6), Marvin (4)

 

 

 

 

Interne Torschützenliste:

Timon 6

Maxi 6

Linus 5

Marvin 4

Lale 3

Tim 3

Fritz: 2

Lukas M. 2

Felix 1